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Jennifer Benkau – Dark Canopy

Ausgestellt am 13. Oktober 2012,

Titel: Dark Canopy
Autor: Jennifer Benkau
Genre: Dystopie
Verlag: Script5
Seiten: 524 Seiten
Erschienen: 01.03.2012
Preis: 18,95€
ISBN: 978-3839001448


Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr…

 

Inhalt:

Ein ehemaliges Coca-Cola-Gebäude, dies ist das Zuhause von Joy. Doch nicht nur Joy lebt dort, sondern mit ihr viele andere Rebellen, die der Herrschaft der Percents entgehen wollen.
Die Percents haben kein Gewissen, kennen kein Mitleid, noch dazu sind sie größer und schneller als jeder Mensch und doch sind sie durch Menschenhand entstanden – in einem Reagenzglas. Dumm sind sie ebenfalls nicht, denn wie hätten sie sonst den Krieg gewinnen können, um die Macht an sich zu reißen?

Bei einem Tauschgeschäft in der Hauptstadt werden Joy und ihre beste Freundin Amber in eine Falle gelockt. Percents versuchen sie gefangen zu nehmen: Joy flieht, doch für Amber ist es zu spät. Völlig verzweifelt bittet Joy um die Hilfe der anderen Rebellen, um die Freundin wieder zu befreien. Viele halten diese Mission für aussichtslos und tatsächlich wird auch Joy bei diesem Rettungsversuch gefangen genommen.

Joy soll nun zur Soldatin ausgebildet werden und am Ende an einem tödlichen Spiel teilnehmen. Bis dahin wird sie von dem Percent Néel ausgebildet, der ihr nicht von der Seite weicht. Doch nach und nach fasst Joy immer mehr vertrauen zu ihm und erkennt schließlich: Nicht alle Percents sind gleich!

 

Meine Meinung:

Mit über 500 Seiten stellte dieses Buch anfangs eine ziemliche Herausforderung für mich dar und so lagerte es Monat für Monat in meinem Regal mit der Ausrede “Ich lese es demnächst mal!”. Jetzt, nach gut 6 Monaten, habe ich es doch tatsächlich gewagt und es mir vorgeknöpft. Da ich derzeit in einem Dystopie-Wahn stecke, hatte ich einfach keine andere Wahl.

Joy mochte ich bereits ab der ersten Seite – sie hat einen starken Willen, ist dickköpfig und meistert Dinge auf ihre ganz eigene Weise. Selbst unter den Rebellen sticht sie deutlich heraus und setzt sich für ihre Freundin ein, wo andere diese schon längst als verloren ansehen. Sie tut alles in ihrer Macht stehende, um Amber zu retten und riskiert damit ihre eigene Freiheit, ihr eigenes Leben.

Matthial, Joy’s Liebhaber, hat dagegen eher wenig Sympathiepunkte von mir erhalten. Eigentlich müsste man Mitleid mit ihm haben, da er Joy abgöttisch liebt und diese nur einen besten Freund und Bettgefährten in ihm sieht, aber das ist trotzdem nicht der Fall. Man empfindet ihn eher als nervig und ich persönlich habe einige seiner Handlungen nicht nachvollziehen können. Wenn es nach mir ginge, könnte man diesen Charakter in der Fortsetzung getrost komplett streichen.

Dann kommt Néel ins Spiel. Zu Beginn habe ich mich vor diesem Percent gefürchtet, denn er wird als furchterregend beschrieben und auch Joy soll Angst vor ihm bekommen (was sie anfangs auch hat). Aber mit der Zeit merkt man, dass Néel kein typischer Percent ist und er – im Gegensatz zu den meisten anderen – Gefühle zu haben scheint. Er vertraut Joy und sie vertraut ihm und langsam erfährt man viele außergewöhnliche Details über diesen Mann. Ein schöner Charakter, der nicht hätte anders sein dürfen!

Es gibt noch einige Nebencharakter, auf die ich jedoch nicht weiter eingehen werde, denn eigentlich dreht sich tatsächlich die meiste Zeit alles um Joy, Matthial und Néel. Sozusagen eine kleine “Dreiecks-Beziehung”, die allerdings perfekt aufeinander abgestimmt ist.

Entgegen meiner Erwartungen habe ich “Dark Canopy” förmlich verschlungen und nach 3 wundervollen Lesetagen war ich bereits mit diesem dicken Buch fertig. Das Lesen hat so viel Spaß gemacht, dass ich am Ende doch sehr traurig war und mir gewünscht hätte, dass es noch weitere 100 Seiten zum lesen gäbe. So muss ich mich noch etwas gedulden und auf die Fortsetzung warten, welche hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.

 

Fazit:

Jennifer Benkau hat ein atemberaubendes Buch geschaffen und wird sicherlich noch viele Leser in Zukunft begeistern!

 

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